
Bild: Mission Siret
Bild: Mission Siret
Für die Volontärinnen und Volontäre in Siret steht ein wichtiger Schritt an: der Umzug in ein neues „Zuhause“. Nach über vier Jahren auf engstem Raum im Haus von Familie Merla beziehen sie nun ein eigenes Quartier auf deren Grundstück.
Dort hat Mission Siret drei mobile Wohncontainer sowie einen Sanitärcontainer der Firma Siloco aufgestellt, die künftig als Unterkunft dienen. Siloco hatte zuvor die Container für die speziellen Anforderungen in Siret angepasst und das Projekt zudem finanziell unterstützt. Die Organisation des gesamten Vorhabens lag in den Händen des Operations-Teams, das sich damit vor besonderen Herausforderungen sah. Die Container wurden auf Tiefladern direkt von Hamburg nach Siret gebracht. Anders als bei den sonst üblichen Hilfsgüterlieferungen waren diese Fahrten deutlich komplexer in der Vorbereitung: Die Transporte waren länger und breiter als normale Sattelschlepper, deshalb mussten Sondergenehmigungen geprüft, passende Zollcodes gefunden und selbst grundlegende Fragen geklärt werden – etwa, ob es sich bei den Containern um „mobile Behausungen aus Stahl“ oder um „modulare Gebäudeeinheiten aus Stahl“ handelt. Zusätzlich sagte kurzfristig die ursprünglich beauftragte deutsche Logistikfirma ab, so dass über eine internationale LKW-Börse ein neuer Transporteur beauftragt
werden musste.
Parallel zu diesen administrativen Hürden wurden von Deutschland aus die Bauarbeiten in Siret koordiniert. Dort waren Streifenfundamente zu gießen und Anschlüsse für Wasser, Strom und Abwasser zu legen.
Inzwischen stehen die Container am vorgesehenen Platz und werden eingerichtet. Die neue Unterkunft bietet Platz für insgesamt zwölf Betten sowie für einen gemeinsamen Aufenthaltsraum. Dank guter Isolierung werden die Container ganzjährig angenehme Wohnbedingungen bieten – sowohl in den kalten rumänischen Wintern als auch an heißen südosteuropäischen Sommertagen.